Vereinsgeschichte

Beherzte Männer nahmen es 1891 in die Hand, einen Turnverein zu gründen. Dem neuen Jahrhundert ging man mit Optimismus entgegen. Doch schon nach wenigen Jahren machte der heraufziehende Erste Weltkrieg dem Verein einen Strich durch die Rechnung. Nach dem Ersten Weltkrieg mußte wieder Ordnung in den Verein gebracht werden. Der Verein, der inzwischen dem Arbeiter-, Turn, - und Sportbund angehörte, hatte sich um eine Fußball- und Radfahrerabteilung erweitert. Dunkle Wolken zogen jedoch am politischen Himmel hervor: Der TSV Neuenhaus mußte sich auf Grund seiner Arbeiter- Turner- Bund Zugehörigkeit dem Nationalsozialismus erwehren und wurde 1933 verboten. Ein neues Kapitel wurde 1928 unter dem Namen VfB Neuenhaus begonnen. Bedingt durch den Zweiten Weltkrieg waren dem Verein aber auch hier wieder Grenzen gesetzt. Der Neubeginn, wieder unter dem Namen TSV Neuenhaus, war 1946 um so schwerer, da viele verdiente Vereinsmitglieder ihr Leben im Krieg lassen mußten. Ein erster sportlicher Höhepunkt ließ sich jedoch erst wieder mit dem Aufstieg in die nächsthöhere Spielklasse 1957/58 vorzeigen. Kurze Zeit später baute man ab 1959 unter energischer Führung des Vorstandes Alfred Pfänder ein Sportheim, das 1963 eingeweiht wurde.

Mit dem 100jährigen Vereinsjubiläum 1991 wurde der finanzielle Grundstock gelegt, um umfangreiche, notwendige Renovierungs- und Sanierungsarbeiten am Sportheim und im Umfeld zu tätigen, welche die gesamten 90er Jahre hindurch stattfanden. Dem Umbau der sanitären Anlagen und Duschräume 89/90 folgte die Küche im Sportheim 1991. Weiter ging's 1996 mit dem Abriß und Neubaus des Unterstandes am oberen Sportplatz, 1998 folgte die Sanierung der Anbauten an das Sportheim, gefolgt von der Komplettrenovierung des Sportheimes 1999 von außen. Einem Wasserschaden zufolge gliederte sich die Renovierung der Halle im Winter/Frühjahr 2000 nahtlos an die zuvor getätigten Arbeiten an. Nach zusätzlichen Renovierungs- und Verschönerungsmaßnahmen um das Sportheim herum, die sich bis in das Frühjahr 2001 hinzogen, erstrahlt das gesamte Anwesen des TSV Neuenhaus in neuem Glanz.

Wie in anderen Vereinen nicht unüblich, so hat auch der TSV Neuenhaus im 110. Jahr seines Bestehens mit Schwierigkeiten im Jugendbereich, Desinteresse im Mitgliedsapparat, Überalterung der Honoratioren und einer teilweisen Überforderung und Schachtelung der im Ehrenamt tätigen Vereinsvorderen zu kämpfen.

Sein 110jähriges Vereinsjubiläum wurde dennoch mit einem Festakt im Sportheim gebührend gefeiert. Ehrungen verdienter Mitglieder, humoristische und musikalische Beiträge in schwäbischer Mundart, Tanzeinlagen der Jubiläumsabteilung Frauengymnastik, 25 Jahre, eine Bilderausstellung zum Gegenwartsgeschehen, angereichert mit Tombola und Barbetrieb rundeten das Geschehen am Samstag, 24. Nov. gebührend ab.